Die erste Woche mit dem WeTab – Freud und Leid

Tja, mein WeTab wurde nun eine Woche lang von mir getestet. Echte Begeisterung wollte leider in der ersten Woche noch nicht aufkommen.

Im Moment befinde ich mich noch in der Phase der Hoffnung und erwarte u.a. sehnsüchtig die Freischaltung des Android Market.

Denn eins wurde in dieser ersten Woche auf jeden Fall klar. Neben einiger technischer Probleme, ist das größte Problem die Verfügbarkeit interessanter Apps. Damit hätte man die Anwender vielleicht ein wenig beschäftigen und “ablenken” können.

Mein WeTab 32GB/3G

Meine Tests bestanden dann auch in erster Linie in der Ausführung des Browsers und dem Versuch einige portable Apps zu installieren. So habe ich mich mit dem recht schnellen Browser in der letzten Woche gut anfreunden können.

Aber auch der Brower hat noch jede Menge Verbesserungspotential. Parallel dazu habe ich den Google Chrome Browser installiert. Mit einem Plugin konnte ich Chrome sogar mit einer einfachen Touch-Funktion ausrüsten.

Was tatsächlich sehr gut funktioniert, ist die Daumennavigation. Ich setze sie immer häufiger ein. Dies liegt aber auch daran, dass die Wischfunktion auf dem Homescreen oder im Browser manchmal einen recht zähen Eindruck vermittelt.

Insgesamt scheint bei den letzten Updates immer auch eine Verbesserung am Basissystem erfolgt zu sein. Manchmal hatte man den Eindruck, dass das System und die Touchfunktion etwas besser funktionieren.

Oder lag es vielleicht doch daran, dass ich das Display zwischenzeitlich einer gründlichen Reinigung unterzogen hatte. Wie dem auch sei. Mein WeTab ist in der gesamten Woche nicht einmal abgestürzt oder hatte sich aufgehangen.

Die von den WeTab-Besitzern immer sehnlichst erwarteten Updates haben aber nicht nur Verbesserungen mit sich gebracht. So sorgte das letzte Update dafür, dass die Bildschirmanzeige und die Toucherkennung nicht mehr synchron sind.

Mein Blog im WeTab Browser

Dies führt zum Beispiel dazu, dass Fenster erst nach mehreren Versuchen geschlossen werden oder dass man auf den “Anpassen-Button” tippt. Änderungen gab es auch für die vorinstallierten Apps wie Mail, Kalender, Adressbuch und E-Book Reader.

Richtig benutzbar sind sie aber immer noch nicht. Das liegt aber auch teilweise an den Programmen selbst, für die man sich entschieden hat.

Schmerzlich vermisse ich im Moment noch meinen Thunderbird. Klar, ich könnte ihn über die Root Shell installieren. Mit Rootrechten zu arbeiten habe ich jedoch bisher vermieden.

Dabei zeigt der Expertenmodus über den man zu der Root Shell gelangen kann, wie offen das System ist. Mit entsprechenden Linux Kenntnissen kann man bereits jetzt Einiges anstellen.

Ach ja, wo ich gerade dabei bin den Artikel auf dem WeTab zu schreiben, muss ich einfach mal die Tastatur loben. Für eine virtuelle Tastatur ist diese richtig Klasse. Insbesondere, seit beim letzten Update auch ein “%”-Zeichen zu finden ist.

Nicht so voll des Lobes bin ich allerdings für den Bildschirm und den Akku. Man kann zwar mit beidem leben, aber gut ist etwas anderes. Der Akku scheint meist nicht mehr als 4 Stunden zu schaffen. Das ist schon wirklich hart an der Grenze. Ein Flug, bei dem man sein WeTab zur Kurzweil nutzen möchte, sollte also möglichst nicht zu lange dauern.

Mit dem Bildschirm ist man im Prinzip auch ziemlich eingeschränkt. Spiele, bei denen man das WeTab auf den Tisch legt und mehrere Spieler beteiligt sind (z.B. Schachbrett), wird man wohl weniger finden. Denn beim entsprechenden Betrachtungswinkel ist nicht viel von diesem Spiel zu sehen.

WeTab Market

Mit dem letzten Update wurde auch die Multitouch-Funktion eingebaut. Leider funktioniert diese nur im Bildbetrachter. Hier kann man aber erleben, wie gut das WeTab eigentlich bedienbar ist.

Die Bearbeitung des Bildes funktioniert so schnell und reibungslos, dass man sich fragt, warum die übrigen Wischfunktionen nicht in der gleichen Weise funktionieren.

Ausprobiert habe ich natürlich auch die Verwendung eines USB-Sticks. Eine Umsetzung, die durchaus gut gelungen ist. Einfach den Stick eingesteckt und schon erscheint das entsprechende Menü.

Filme und Musik funktionieren auch sehr gut. Bei den HD Filmen auf Youtube habe ich bei kurzen Tests keine gravierenden Probleme mit meinem WeTab 32GB festgestellt.

Nach ersten Problemen mit den Netz-Verbindungen habe ich irgendwann auch heraus gefunden, wie ich die 3G-Verbindung möglichst problemlos aufbauen kann. Nur meine WLAN-Verbindung baut sich nach einem Neustart nicht automatisch auf.

Ach ja, GPS ist ja auch bei mir eingebaut. Hoffe ich jedenfalls. Denn es gibt weder eine Einstellungsoption dafür noch irgendein App, mit dem man die Funktion testen kann.

WeTab - 3G Verbindung einstellen

So gibt es im Moment noch viele kleine und große Probleme und Unzulänglichkeiten. Wie schon erwähnt ist aus meiner Sicht aber das größte Problem die kleine App Auswahl.

Dass man noch keinen Drucker einrichten kann, nicht auf den USB-Stick schreiben kann, der Hochkantmodus noch nicht optimal funktioniert, damit kann ich noch eine Weile leben.

Dass man das WeTab aber im Moment nur zum Surfen, Musik hören und Video sehen gebrauchen kann, finde ich noch etwas schwach.

Hätte man doch den ursprünglichen Plan eingehalten und zunächst ein paar Betatester mit dem WeTab versorgt. Viele Dinge hätten zwei oder drei Monate später wahrscheinlich deutlich besser funktioniert.

Wäre nur der Mut dagewesen, die Auslieferung noch um ein paar Monate zu verschieben. Vieles wäre den WeTab-Machern und uns Anwendern erspart geblieben.

Im aktuellen Zustand kann man das WeTab eigentlich nur “Bastlern” und Technikfreaks empfehlen. Wer noch warten kann, sollte die weitere Entwicklung verfolgen. Vielleicht wird das WeTab dann ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Ich bleibe auf jeden Fall am Ball und werde euch berichten, wie es so weiter geht mit dem WeTab.

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4 Antworten auf Die erste Woche mit dem WeTab – Freud und Leid

  1. Ich finde estraurig. Wollte auch mit dem wetab arbeiten, in der Beziehung ist es nicht brauchbar. Und als nur spielzueg zu teuer. Kann noch nicht einmal Bücher sinnvoll lesen. Lange warte ich nicht mehr, dann geht’s zurück.

  2. Skull77 sagt:

    Deine Einschätzung deckt sich eins zu eins mit meiner. Ich hoffe du bleibst am Ball, denn objektive Berichte über das WeTab sind Mangelware!!! Gestern ist mir mehrfach aufgefallen, dass die Eingaben der WeTab “Feedback” Funktion nicht validiert werden. Man schreibt ein elends langes Feedback, will es abschicken und bekommt nur einen DB-Fehler… Unverständlich, da es sich im Moment wohl um eine der am meisten genutzten Funktionen des Tablets handelt.

  3. Eichi sagt:

    Moin Moin,

    hab mir Samstag auch das WeTab gekauft ….. bin am üerlegen ob das teil nächste Woche wieder zurück geht. Das Problem mit dem Feedback hatte ich auch SQL Fehler. Programme lassen sich einfach nicht beenden über den x Button. Touchpad reagiert ab und zu nicht mehr für einige Sekunden, gleiche ist mit der Tastatur …. erst reagiert die nicht und dann tauchen Buchstaben doppelt, dreifach usw. auf. Momentan ist das Gerät eine Katastrophe.

    • Skull77 sagt:

      Das Problem hab ich nicht. Die Tatatur reagiert super, wohl eines der wenigen Anwendungen von denen man das sagen kann. Der Hinweis von Jürgen mit der schlechten Screenkalibrierung hat geholfen. Einfach immer etwas links halten beim Klicken, dann trifft man ach öfter das X. Ich hab allerdings eben einen toten Pixel gefunden, das tut mehr weh, als verstrubbelte Software… :-(
      Übrigens kann man für bsp. Thunderbird auch einen Starter auf die Pinnwand legen. Anleitung ist im WeTab-Forum zu finden.

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