Virtuelles WeTab als Betatest Umgebung nutzen

Vor einiger Zeit hatte ich euch gezeigt, wie man das Entwickler Image des WeTab installiert und eine WeTab Umgebung zum Beispiel auf seinem Windows Rechner erstellen kann.

Dieses virtuelle WeTab kann aber auch für “Normaluser” interessant sein. Ich selbst nutze die Umgebung immer wieder mal, um einige Dinge zu testen. So teste ich zum Beispiel die Installation von Programmen über die Root Shell.

Ist man mit Linux noch nicht so vertraut, kann man in der virtuellen Umgebung ein wenig üben und muss keine Angst haben, sein WeTab zu “zerstören”.

Neben diesen Verwendungsmöglichkeiten kann man das virtuelle WeTab aber auch für den Betatest von neuen Funktionen nutzen. In der Community gibt es dafür sogar einen eigenen Bereich, in dem die neuesten Funktionen veröffentlicht werden.

Hierzu muss man wissen, dass nicht nur die Programmdateien für den “normalen” Update des WeTab von 4tiitoo auf einem Server bereit gestellt werden. Auch neue Funktionen werden zu Testzwecken auf einem solchen Server bereit gestellt und könnten bereits vom WeTab aus aufgerufen werden.

Hierzu muss man nur für den Installationsbefehl “yum” die Konfiguration dahin gehend ändern, dass man ihm mitteilt, woher er sich die Paketdefinition für die Installation bzw. den Update holen soll.

Die für ein Update vorgesehenen Funktionen werden von 4tiitoo in einem sogenannten “STABLE”-Pfad und die Funktionen, die noch nicht produktiv genutzt werden sollen in einem “STAGE”-Pfad bereit gestellt.

Da es nicht so ohne weiteres möglich ist, zwischen diesen Versionen umzuschalten, ist die Verwendung der “STAGE”-Pakete auf dem Original WeTab nicht unbedingt zu empfehlen. Man kann zwar die Konfiguration jederzeit ändern, aber wenn man einmal die Betafunktionen installiert hat, kann man diese nicht so einfach wieder deinstallieren. Hier kann man dann nur darauf warten, dass die “STABLE”-Versionen bald über ein Update eingespielt werden.

WeTab Stage Repo in VM

Man kann also nie sicher sein, ob man nun einen “sauberen” Status auf seinem WeTab hat. Daher ist der Weg über das virtuelle WeTab, die sichere Variante. Hier spielt man notfalls einfach nochmal das ursprüngliche Image ein. Man könnte in der virtuellen Maschine auch einen “Sicherungspunkt” setzen. Bei meinen Versuchen, ließ sich das virtuelle WeTab dann aber nicht mehr starten.

So, nachdem ich nun lange genug drum herum erzählt habe, gibt es nun die Anleitung für die Umstellung der Konfiguration im WeTab:

  1. Zunächst müssen wir die sogenannte repo-Datei für die Definition der Stage-Pakete auf das WeTab bekommen. Dies gelingt am einfachsten mit der Installation der entsprechenden Datei über die RootShell. Hier geben wir folgenden Befehl ein:
    sudo yum install tiitoo-repository-stage-1.0

    Das erforderliche Passwort für “sudo” in der virtuellen Maschine ist übrigens “wetab”. (Vielen Dank an dieser Stelle an die Community, bei denen ich mich bedient habe und den Befehl aus dem Wiki genutzt habe)

  2. Nachdem die repo-Datei nun im Verzeichnis “/etc/yum.repos.d” installiert wurde, sollten wir noch die ursprüngliche repo-Datei umbenennen. Der Befehl “yum” verwendet alle repo-Dateien, die in diesem Verzeichnis liegen. Also müssen wir die Endung anpassen. Dies machen wir mit den Befehlen:
    cd /etc/yum.repos.d
    sudo mv tiitoo-stable-1.0-vm.repo tiitoo-stable-1.0-vm.repo.nein

    Ich weiß zwar nicht, ob dies wirklich nötig ist, da “yum” eigentlich nur die neuesten Änderungen installieren sollte. Mit Ausschalten der Stable-Repo wird aber meiner Meinung nach eine mögliche Fehlerquelle bei doppelt vorkommenden Paketen vermieden.

  3. Nun kann man entweder ein Update über die RootShell manuell starten
    sudo yum update

    oder über den Einstellungsdialog mit dem Befehl “Aktualisierung”.

  4. Möchte man wieder die Stable-Versionen bekommen, dann muss man die repo-Dateien wieder umbenennen:
    cd /etc/yum.repo.d
    sudo mv mein-stage.repo mein-stage.repo.nein
    sudo mv tiitoo-stable-1.0-vm.repo.nein tiitoo-stable-1.0-vm.repo

Wie oben bereits erwähnt, kann es aber ein paar Tage dauern, bis die jeweiligen Paketpfade wieder genutzt werden. Denn “yum” richtet sich nach dem Datum, bei der Prüfung der zu nutzenden Installationsquellen.

In der virtuellen Umgebung kann man natürlich einige Bedienungsfunktionen nicht testen. Aber mit der “Beta-Umgebung” könnte man vorab sehen, welche Funktionen demnächst für ein offizielles Update zur Verfügung stehen oder welche Programme zusätzlich zur Verfügung stehen.

WeTab - Vier gewinnt

Da nicht immer sofort erkennbar ist, was evtl. geändert wurde oder neu hinzu gekommen ist, kann man sich auch nochmals die Datei “yum.log” im Verzeichnis “/var/log/” ansehen. Hier werden alle Updates und Installationen aufgelistet.

Bei meinen Tests habe ich zum Beispiel gesehen, dass ein Paket “gnome-for-in-a-row” installiert wurde. Hierbei handelt es sich um ein “Vier gewinnt”-Spiel. Nach kurzer Suche im Netz habe ich auch den Befehl zum Aufruf des Programms gefunden. Mit “gnect” könnt ihr das Spiel von der RootShell aus starten.

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